Kurznachrichten

Die Evangelische Kirchengemeinde Fränkisch-Crumbach sucht für den Kindergarten
zum 1. Januar 2019 eine Erzieherin / einen Erzieher mit 15,5 Wochenstunden.
Stellenbeschreibung
Die Evangelische Kirchengemeinde in Fränkisch-Crumbach sucht für ihre Kindertagesstätte zum 01.01.2019 eine/n Erzieher/in mit 34,5 Wochenstunden für die Waldgruppe „Eichhörnchen“.
Stellenbeschreibung
Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Klingen sucht zum 1.1.2019
eine Küsterin / einen Küster. Stellenbeschreibung
Die ev. Kirchengemeinde Ober- und Nieder-Klingen besetzt zum 01.01.2019 die Stelle
einer Gemeindesekretärin/ eines Gemeindesekretärs. Stellenbeschreibung
Die Pfarrstelle in Brensbach ist ab sofort neu zu besetzen. Stellenausschreibung

"Der Trend ist unumkehrbar!"

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Landrat Schellhaas und ECHO-Redakteur Riebartsch streiten über die Zukunft

Endzeitszenarien, düstere Prognosen und schlechte Aussichten haben derzeit Konjunktur. Das Klima geht weltweit den Bach runter, Deutschland schafft sich angeblich ab und der Landkreis Darmstadt-Dieburg wird bald nur noch von Greisen mit Demenz bevölkert sein. Die Zukunft sieht alles andere als rosig aus. Diesen Eindruck konnte man stellenweise bei der Auftaktveranstaltung "Zukunft gestalten" des Evangelischen Dekanates Vorderer Odenwald und der Stadtkirche Groß-Umstadt gewinnen, auch wenn keiner der Teilnehmenden ein so pessimistisches Bild zeichnen wollte. Doch was der Landrat Klaus-Peter Schellhaas, der Chefredakteur des Darmstädter ECHO´s Jörg Riebartsch und die Bildungsreferentin Hanna Böhnisch von der Deutschen Wanderjugend den rund 100 Besuchern im laufe einer zweistündigen Diskussion mitteilten, klang nicht immer beruhigend. Der erste Abend der fünfteiligen Veranstaltungsreihe stand unter dem Thema: "Zukunft - wie werden leben?". Moderiert wurde er von Annette Claar-Kreh, Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat und dem Pfarrer Arno Kreh. In ihrem Eingangsreferat schilderte Hanna Böhnisch (27) in einem zuweilen ironischen Ton aus ihrer Sicht die Zukunftsängste und Erwartungen junger Menschen.

zukunft hp2 Sie selbst habe eine "behütete Kindheit" erlebt, habe einen sicheren Job und sei eigentlich "ein Glückskind meiner Generation". Dennoch sei sie noch unverheiratet und ohne Kinder. Warum das so sei, könne sie selbst nicht so genau sagen. Man könne aber nicht mehr, wie noch frühere Generationen, auf einen festen Arbeitsplatz hoffen, zudem sei der Arbeitsmarkt drastisch flexibilisiert, was sich immer schwerer mit einer Familienplanung mit Kind vereinbaren ließe. Ein ganzes Zahlenwerk der Prognosen präsentierte Landrat Klaus-Peter Schellhaas in seinem Impulsreferat dem zumeist älteren Publikum. So werde im Jahre 2030 die Zahl der über 50-Jährigen die Mehrheit im Landkreis bilden, die Sterberate dann deutlich über der Geburtenrate liegen und die Zahl der Hochbetagten (ab 85 Jahren) dramatisch ansteigen. Das hätte Konsequenzen für die Sozial- und Gesundheitspolitik sowie die Infrastruktur. Hier würden Anfragen an die Kommune und das Land treten, die gewaltig seien, die jedoch zu meistern seien. "Wir müssen nur jetzt damit beginnen, auf diese Entwicklungen zu reagieren." Das Fazit des Landrats: "Der demografische Wandel ist ohne Frage die  Herausforderung der nächsten Jahre. Der Prozess der Überalterung aber ist unumkehrbar!" Diesem Ausblickzukunft hp3 widersprach ECHO-Chefredakteur Jörg Riebartsch in seinem Statement vehement, und nannte gelungene Beispiele aus Frankreich oder Darmstadt ("die Bevölkerungszahl wächst hier seit Jahren"). Unbestritten sei jedoch, dass immer weniger Menschen für immer mehr alte Menschen arbeiten müssten, was zu einer erheblichen Belastung auch für das Sozialsystem führe. Um diese Tendenzen umzukehren, müsste jedoch, so Riebartsch etwas provokant, das föderale System verändert werden. "In Frankreich wird zentralistisch regiert, bei uns gehen Entscheidungen vom Bund, durch den Landkreis in die Kommune. Die Politik macht zudem oft Geschenke, die etwa die Kommune dann bezahlen darf."  Sein Ratschlag an die Anwesenden: Mehr Eigenvorsorge in Form von privater Rentenversicherung und mehr gesellschaftliche Solidarität. Diesem Votum schloß sich Schellhaas an. Viele Fragen des Publikums im Anschluss brachten wenig Neues, da die beiden Moderatoren diese gestellt hatten. Einige Zuschauer hatten den Eindruck, dass relevante Fragen wie Bildung und Infrastruktur (wieviel Altenheime und Pflegestützpunkte etwa werden gebraucht?) an diesem Abend nicht vertieft wurden. Das soll, nach Auskunft der Veranstalter, in den nachfolgenden Veranstaltungen geschehen. Für Heiterkeit und Lacher sorgte zwischendurch der Kabarettist und Pfarrer Ingmar Neserke mit seinen Aus- und Einblicken in die Zukunft.

Die nächste Zukunftsveranstaltung ist am Donnerstag, den 30. September um 20 Uhr im Museum Gruberhof im Raibacher Tal 22. Thema ist dann die Landwirtschaft ("Was werden wir essen?") mit Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Walter Schütz vom Bauernverband Starkenburg u.a. Mehr Infos unter: Zukunft gestalten.

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