Die Stille nach dem Sendeschluss

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Radio Wein-Welle verabschiedet sich mit lachenden und weinenden Auge

Und plötzlich ist es wieder ganz still. Auf der Frequenz 88,9 MHz ist nur noch ein Rauschen zu hören. Und im Sendestudio, den Redaktionsräumen und Fluren ist es wieder befremdlich leer, wo noch Stunden zuvor viele Menschen hin und her liefen, um ihre Sendungen vorzubereiten. Am letzten Tag des Winzerfestes in Groß-Umstadt ging Radio Wein-Welle um Mitternacht vom Sender. Uli Krüger, der sympathische Techniker vom Dienst, stapfte in ein Waldgebiet oberhalb von Groß-Umstadt und zog "den" Stecker. Ein paar Kilometer weiter feierte Rainer Volkmar, Intendant von Radio Wein-Welle und Leiter des Mehrgenerationenradios, zusammen mit vielen ehrenamtlichen Redakteuren im Sendestudio die gelungene fünfte Auflage des Radioprojektes. Volkmar bedankte sich bei allen Beteiligten, die an sechs Tagen über 144 Livestunden Radio produziert hätten. Zum ersten Mal hatte der Jugendsender von 14 - 74-Jahren, sein Sendestudio im Darmstädter Schloß aufgeschlagen, dem Sitz des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald.

weinwelle hp5Im Internet konnte man das Radioprogramm ebenfalls verfolgen, was auch Menschen aus aller Welt taten. "Der Livestream wurde von vielen deutschen Städten aus abgerufen, aber auch aus Brasilien, Australien, Russland, Nigeria und Amerika hatten wir Hörer. Viele Umstädter, die in diese Länder gezogen sind, haben das Internetangebot von Radio Wein-Welle genutzt", so Volkmar. Wie schon in den letzten Jahren beteiligte sich Radio Wein-Welle auch an dem traditionellem Winzerumzug mit einem eigenen Festwagen. Erfreut zeigte sich Volkmar auch über die Spendenbereitschaft. "Insgesamt werden wir wohl die Produktionskosten von rund 11 Tausend Euro über Spenden und Sponsoren reinholen!" Der Erfolg und die erfreulich hohe Akzeptanz, die Wein-Welle inzwischen genießt, wurden gleichwohl von einem schweren Trauerfall überschattet. Ein Mitglied der Nachrichtenredaktion kam bei einem Unfall auf der B 45 ums Leben. Diese Nachricht erschütterte alle Macher und Macherinnen von Wein-Welle, vor allem die jungen Mitglieder der Nachrichtenredaktion, bei der der junge Mann mitgearbeitet hatte. Zu seinen Ehren wurde ein Gedenkplatz  nahe dem Sendestudio eingerichtet. In einem Kondolenzbuch konnten sich Freunde und Gäste eintragen, um ihrer Trauer angemessenen Ausdruck zu verleihen. Mehr Infos, Bilder und Videos über das Medienprojekt gibt es unter: www.radio-wein-welle.de

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