Kurznachrichten

Die Evangelische Kirchengemeinde Fränkisch-Crumbach sucht für den Kindergarten
zum 1. Januar 2019 eine Erzieherin / einen Erzieher mit 15,5 Wochenstunden.
Stellenbeschreibung
Die Evangelische Kirchengemeinde in Fränkisch-Crumbach sucht für ihre Kindertagesstätte zum 01.01.2019 eine/n Erzieher/in mit 34,5 Wochenstunden für die Waldgruppe „Eichhörnchen“.
Stellenbeschreibung
Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Klingen sucht zum 1.1.2019
eine Küsterin / einen Küster. Stellenbeschreibung
Die ev. Kirchengemeinde Ober- und Nieder-Klingen besetzt zum 01.01.2019 die Stelle
einer Gemeindesekretärin/ eines Gemeindesekretärs. Stellenbeschreibung
Die Pfarrstelle in Brensbach ist ab sofort neu zu besetzen. Stellenausschreibung

Ruth - eine moderne Frau aus alter Zeit

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Gospelchor Münster zeigt Geschichte aus dem Alten Testament als modernes Musical

Bei Kirchenmusik denken viele an die Orgel oder Posaunenchöre. Das es auch anders geht bewies am Wochenende die Evangelische Martinsgemeinde Münster. Unter Leitung von Katharina Reinl zeigt der dortige Gospelchor bei der Muscialprämerie von "Ruth" wie gut moderne Musik und biblische Inhalte zusammenpassen. Mit dem Rockmusical »Ruth« stieß man auf ein großes Interesse: die Kirche war bis auf dem letzten Platz gefüllt. Kirchenmusikerin Katharina Reinl hat das Musical im Zuge ihres Studiums an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth mit Jochen Roth geschrieben. Die Texte stammen von Christina Trapp-Schaefer. Die 31 Jahre alte Reinl zu den beweggründen ein Musical über Ruth zu komponieren: »Ich wähle gerne Geschichten, die etwas Besonderes haben, aber vielleicht noch nicht so bekannt sind.« Das Musical beginnt düster: Ein Trauerzug bewegt sich zu den melancholischen Klängen von Klarinettenspieler Michael Schönfelder durch die Kirche. Auf der schlicht gehaltenen Bühne angekommen, bildet sich ein Kreis aus Männern um die in schwarz gehüllte Naomi, dargestellt von Patricia Niccum.

ruth hp2Gregorianische Chorgesänge verdeutlichen Trauer und Verzweiflung: Die Witwe hat nun auch noch ihre Söhne verloren. In einer von Männern dominierten Gesellschaft ist sie damit bedeutungslos geworden. Das Requiem endet abrupt, der kraftvolle Einsatz der Band mit Schlagzeug und E-Gitarre lässt die Kirche erbeben und spiegelt musikalisch das Gefühlsleben der Witwe wieder, die in ihrer Verzweiflung mit Gott hadert: »Oh mein Gott, hast du mich denn ganz vergessen?«, singt Niccum mit wütender Stimme. In Bethlehem bestreitet Ruth dann ihren Lebensunterhalt für sich und Naomi: Sie liest die Ähren auf, die bei der Ernte auf dem Feld des Boas liegen bleiben. Die musikalische Untermalung ist an den Musikstil »Funk« angelegt: »Hört das denn niemals auf?«, singt der Chor beschwingt. Ruth lernt Boas (Rouwen Kreher) kennen. Bei einem nächtlichen Spaziergang treffen sie sich am Feld und gestehen sich ihre Liebe in einem gefühlvollen Duett: »Mit dir lernte ich das Glück erst kennen, du machst mein Leben reich.« Die Chemie auf der Bühne stimmt: Verliebte Blicke und zurückhaltende Zuneigung lassen auf ein »Happy End« für Ruth und Boas hoffen, und so kommt es auch: Ruth und Boas dürfen heiraten, Naomi ist versorgt. Was mit Trauer und Verzweiflung begann, ist durch Mut und Zuversicht gut geworden. Vom Publikum gab es dafür tosenden Applaus und viel Lob für Musik und Gesang.

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