Kurznachrichten

Die Evangelische Kirchengemeinde Fränkisch-Crumbach sucht für den Kindergarten
zum 1. Januar 2019 eine Erzieherin / einen Erzieher mit 15,5 Wochenstunden.
Stellenbeschreibung
Die Evangelische Kirchengemeinde in Fränkisch-Crumbach sucht für ihre Kindertagesstätte zum 01.01.2019 eine/n Erzieher/in mit 34,5 Wochenstunden für die Waldgruppe „Eichhörnchen“.
Stellenbeschreibung
Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Klingen sucht zum 1.1.2019
eine Küsterin / einen Küster. Stellenbeschreibung
Die ev. Kirchengemeinde Ober- und Nieder-Klingen besetzt zum 01.01.2019 die Stelle
einer Gemeindesekretärin/ eines Gemeindesekretärs. Stellenbeschreibung
Die Pfarrstelle in Brensbach ist ab sofort neu zu besetzen. Stellenausschreibung

„Unser Umgang mit Geld muss sich ändern!“

kessler vortrag hp1Wirtschaftswissenschaftler fordert eine gerechte Wirtschaft

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Welt nachhaltig erschüttert. Erst gingen Banken in die Knie, und nun ganze Länder wie Griechenland und Irland. Die Rechnung für diesen wirtschaftlichen Größenwahn bezahlen die Steuerzahler. Für diese Entwicklung sei ein ungerechtes Wirtschaftssystem verantwortlich, das dringend einer Korrektur bedarf. Diese These stellte der bekannte Journalist  und Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Dr. Wolfgang Kessler in der Dieburger Alfred-Delp-Schule auf. Vor rund 80 Besuchern, die sich trotz widriger Wetterverhältnisse nicht abschrecken ließen, sprach er über die Ursachen der Finanzkrise, die globale Vernetzung der Finanzakteure und der gefährlichen Illusion eines grenzenlosen Wirtschaftswachstums. Nach Kessler sei vor allem die Abkoppelung des Finanzsystem von den realen Werte- und Güterproduktion mit verantwortlich für die gewissenlose Spekulationsblase, die nur noch auf Gewinn und Rendite fixiert sei. „Unser Umgang mit Geld und unser Wirtschafts- und Lebensstil müssen sich grundlegend ändern, sonst ist nach der Krise vor der Krise“, warnt der heutige Herausgeber des christlichen Magazins Publik-Forum.

kessler vortrag hp2Notwendig seien daher verbindliche finanzpolitische Spielregeln auf deutscher, europäischer und weltweiter Ebene. Auch ein nachhaltiges Investitionsprogramm sei erforderlich, damit die Krise weiterhin entspannt werde. Allerdings dürfe das nicht auf Kosten künftiger Generationen gehen. „Wir brauchen mehr Banken, die mit den Ersparnissen ihrer Kunden nicht weltweit spekulieren, sondern in Arbeitsplätze, neue Ideen und neue Unternehmen investieren“, so die Forderung von Wolfgang Kessler, der auch für den Internationalen Währungsfonds tätig war. Anhand von fünf konkreten Praxisbeispielen erläuterte er, wie eine gerechte „Wirtschaftsordnung“ möglich sei. So erwähnte er beispielhaft eine genossenschaftliche Bank in Bochum, die seit 35 Jahren nur in solche Unternehmen, Dienstleistungen und Produkte investiert, die ethischen Standards entsprächen. Die Anleger selbst würden etwa darüber entscheiden, wohin ihr Geld als Kredit vergeben wird. Der Geldkreislauf, so Kessler, hätte hier eine „sinnvolle Gestaltungsfunktion“. Neben den Finanz- und Kreditinstituten sei aber auch die Politik gefragt, die entsprechenden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehörten unter anderem eine solide Absicherung gegen Armut im Alter sowie ein gesetzlicher Mindestlohn. Zudem müsse die Politik sich endlich dazu durchringen, auf alle globalen Finanztransaktionen die schon oft geforderte Toiben-Steuer von 1% zu erheben. Allein durch diese Abschöpfung, so Kessler,  könnten weltweit viele Projekte in den Bereichen Bildung, medizinische Versorgung und Arbeitsplatzsicherung realisiert werden.

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