Kurznachrichten

Die Evangelische Kirchengemeinde Fränkisch-Crumbach sucht für den Kindergarten
zum 1. Januar 2019 eine Erzieherin / einen Erzieher mit 15,5 Wochenstunden.
Stellenbeschreibung
Die Evangelische Kirchengemeinde in Fränkisch-Crumbach sucht für ihre Kindertagesstätte zum 01.01.2019 eine/n Erzieher/in mit 34,5 Wochenstunden für die Waldgruppe „Eichhörnchen“.
Stellenbeschreibung
Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Klingen sucht zum 1.1.2019
eine Küsterin / einen Küster. Stellenbeschreibung
Die ev. Kirchengemeinde Ober- und Nieder-Klingen besetzt zum 01.01.2019 die Stelle
einer Gemeindesekretärin/ eines Gemeindesekretärs. Stellenbeschreibung
Die Pfarrstelle in Brensbach ist ab sofort neu zu besetzen. Stellenausschreibung

"Deutschland ist noch ein Entwicklungsland!"

hospiztag darmstadt hp3Margot Käßmann spricht auf dem Hessischen Palliativtag

Sie war der Publikumsmagnet auf dem 5. Hessischen Palliativtag in Darmstadt. Die bekannte und populäre Theologin Margot Käßmann sprach in ihrem Vortrag ("Mit dem Mut zur Endlichkeit das Leben begehen") im Kongresszentrum Darmstadtium vor rund 800 Besuchern über Palliativmedizin, Sterbehilfe und die Hospizarbeit. „Wir müssen über das Sterben sprechen, um es aus der Tabuzone zu holen”, sagte die ehemalige Landesbischöfin. In ihrem Vortrag  plädierte sie für eine Sterbebegleitung in Würde. „Wir dürfen Menschen nicht den Tod nahe legen, nur weil wir mit ihrem Leiden nicht zurechtkommen.” Die Theologin erhielt für ihre Rede viel Applaus. Im Mittelpunkt des  Symposiums aber standen die Ehrenamtlichen aus diversen Hospizgruppen aus Darmstadt und den Odenwald. Sie stehen Tag für Tag bereit um Betroffene und Angehörige zu begleiten und zu entlasten. Eine Sterbebegleitung kann eine Woche, einen Monat, ein halbes Jahr und länger dauern. Das weiß auch Pfarrer Walter Ullrich. Er ist Vorsitzender des Evangelischen Hospizvereins. Der Verein begleitet jährlich etwa 150 bis 160 schwerstkranke Menschen bis zum Schluss. Der Bedarf an Ehrenamtlichen ist hoch. „Meist sind es Frauen, die sich engagieren“, sagte Ullrich. „Ich habe nicht herausgekriegt, warum Männer das nicht machen.“ Die Vermutung von Margot Käßmann: „Vielleicht haben sie weniger Angst vor der Verletzlichkeit als Männer.“

hospiztag darmstadt hp 1Ein weiteres Manko: Derzeit gebe es bundesweit nur etwa 1000 ausgebildete Palliativmediziner – viel zu wenig, findet sie: „Wir brauchen Palliativmedizin als Pflichtfach in der medizinischen Ausbildung. Hier ist Deutschland leider ein Entwicklungsland.“ Vor dem Käßmann-Vortrag gab es für die Besucher auch was zum Lachen. Der Trauerredner, Theologe und Buchautor Dr. Georg Schwikart referierte in seinem Vortrag über "Tod und Humor" und aktivierte dabei das Zwerchfell vieler Besucher. Am Nachmittag konnten die Teilnehmer dann zwischen verschiedenen Workshops wie hospiztag darmstadt hp4"Christliche Trauerrituale", "Abschied und Demenz" oder "Kunsttherapie in der Hospizarbeit" auswählen. Einen Workshop leitete auch die Projektleiterin Anja Schnellen vom Ökumenischen Hospizverein Groß-Umstadt unter dem Thema: "Lieber sterben als ins Pflegeheim?" Zudem präsentierte sich der Hospizverein mit einem Stand im Foyer des Darmstadtium. Anja Schnellen zog ein positives Fazit dieser Großveranstaltung: "Sehr gut gelaufen und ermutigend in der Hinsicht, dass alle Gruppen und Vereine an einem Strang ziehen." In zwei Jahren soll es, so die Veranstalter, wieder so einen Kongress geben, dann wohl in Marburg.

Veranstaltungen

Keine Termine