Kurznachrichten

Die Evangelische Kirchengemeinde Fränkisch-Crumbach sucht für den Kindergarten
zum 1. Januar 2019 eine Erzieherin / einen Erzieher mit 15,5 Wochenstunden.
Stellenbeschreibung
Die Evangelische Kirchengemeinde in Fränkisch-Crumbach sucht für ihre Kindertagesstätte zum 01.01.2019 eine/n Erzieher/in mit 34,5 Wochenstunden für die Waldgruppe „Eichhörnchen“.
Stellenbeschreibung
Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Klingen sucht zum 1.1.2019
eine Küsterin / einen Küster. Stellenbeschreibung
Die ev. Kirchengemeinde Ober- und Nieder-Klingen besetzt zum 01.01.2019 die Stelle
einer Gemeindesekretärin/ eines Gemeindesekretärs. Stellenbeschreibung
Die Pfarrstelle in Brensbach ist ab sofort neu zu besetzen. Stellenausschreibung

"Anti-Aging ist ein Ph\u00e4nomen aller Zeiten"

altersbilder hp3Theologe spricht über Altersbilder in verschiedenen Epochen

"Altwerden ist nichts für Feiglinge", behauptet der bekannte Schauspieler Joachim "Blacky" Fuchsberger (84) in seiner aktuellen Autobiographie, in der er eine Lanze für´s Älterwerden bricht. In eine ganz andere Kerbe hat jetzt der bekannte Sänger Udo Jürgens (77) gehauen mit seiner Generalkritik an genau jene "Alten".  Er kritisierte die "braven Rentner" mit ihrer "Nach mir die Sintflut-Mentalität!". Zwei Altersbilder, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Das war eigentlich schon immer so gewesen, so der Theologe und Autor Dr. Christian Mulia bei einem Vortrag unter dem Titel "Altersbilder" in Reinheim. Der junge Wissenschaftler von der theologischen Fakultät der Uni Mainz, der auf Einladung der Seniorenbeauftragten im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald Karin Jablonksi gekommen war, hat erst kürzlich eine Studie verfasst: "Kirchliche Altenbildung". Im evangelischen Martin-Luther Haus präsentierte er vor über 60 zumeist weiblichen Senioren in knapper und verständlicher Form die Ergebnisse seines Buches. Mulia begann seinen historischen Überblick mit der Reformation. Im Mittelalter sei man dem alten Menschen mit Skepsis begegnet, man habe ihn eigentlich als Störfaktor empfunden. Erst mit dem 18. Jahrhundert ändert sich dieses Bild.

altersbilder hp2Mit dem Entstehen des Bürgertums und der Industrialisierung erfährt der alte Mensch eine Aufwertung. Die Kinder und Eltern blicken zu ihm auf, er wird zum Hort von Wissen und Weisheit. Diese Wertschätzung hält jedoch nicht lange an. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts singt die Gesellschaft im Vorzeichen der beiden Weltkriege ein Loblied auf den jungen und tatkräftigen Jüngling. Überhaupt ist das Männliche dominierend in dieser Sicht, alles Weibliche gilt als unattraktiv. Ein Bild aus dem 16. Jahrhundert etwa zeigt einen Jungbrunnen, in den nur alte Frauen eintauchen um verjüngt und begehrenswert wieder aufzutauchen. Alte Männerphantasien eben."In bestimmten Altersbildern verdichten sich Rollenvorstellungen, die die jeweilige Gesellschaft an die alt gewordenen Menschen richtet", so der Mainzer Theologe. Am Ende des 20. Jahrhunderts wandelt sich das Bild abermals. Nun werden die "silver agers" als lukrative Kunden von der Werbeindustrie entdeckt. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich radikal gewandelt. Der alte Mensch ist aktiver und gesünder als frühere Genrationen. Er übernimmt Ehrenämter, ist in Seniorennetzwerken aktiv, geht ins Internet oder besucht Veranstaltungen wie diese. Parallel dazu kommt nun auch der Jugendkult auf, der sich gerade im Arbeitsleben nachteilig für alte Menschen auswirkt. "Anti-Aging ist eine Sehnsucht und ein Phänomen aller Zeiten", so das nüchterne Resümee des Wissenschaftlers. Hier müsse gerade die Kirche und Diakonie zeigen, so Mulia abschließend, dass die Würde des alten Menschen nicht nur von seiner Leistungsfähigkeit abhängt. Nach dem mit viel Applaus bedachten Vortrag schloss sich noch eine kurze Diskussion mit dem Publikum an.

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