Kurznachrichten

Die Evangelische Kirchengemeinde Fränkisch-Crumbach sucht für den Kindergarten
zum 1. Januar 2019 eine Erzieherin / einen Erzieher mit 15,5 Wochenstunden.
Stellenbeschreibung
Die Evangelische Kirchengemeinde in Fränkisch-Crumbach sucht für ihre Kindertagesstätte zum 01.01.2019 eine/n Erzieher/in mit 34,5 Wochenstunden für die Waldgruppe „Eichhörnchen“.
Stellenbeschreibung
Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Klingen sucht zum 1.1.2019
eine Küsterin / einen Küster. Stellenbeschreibung
Die ev. Kirchengemeinde Ober- und Nieder-Klingen besetzt zum 01.01.2019 die Stelle
einer Gemeindesekretärin/ eines Gemeindesekretärs. Stellenbeschreibung
Die Pfarrstelle in Brensbach ist ab sofort neu zu besetzen. Stellenausschreibung

"Wir sind der demografische Wandel"

zukunftodenwald hp1Über 280 Menschen besuchen Veranstaltungsreihe "Zukunft Odenwald"

Sie haben ein dreitägiges Redemarathon hinter sich: Pfarrerin Mechthild Bangert von der Evangelischen Kirchengemeinde Reichelsheim, Dekan Joachim Meyer und Annette Claar-Kreh vom Referat Gesellschaftliche Verantwortung des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald. Die drei Organisatoren und Moderatoren der Veranstaltungsreihe wirken etwas erschöpft, und zugleich sehr zufrieden. Und das können Sie auch. Denn über 280 Menschen haben innerhalb von drei Tagen die Diskussionen unter dem Titel "Zukunft Odenwald" besucht. Am ersten Abend, der unter der Frage stand: "Wie werden wir leben?", strömten über 120 Zuhörer in die Reichelsheimer Reichenberghalle. Landrat Dietrich Kübler wie auch der Soziologe Dr. Mario Seger von der TU-Darmstadt zeigten sich vom Ansturm beeindruckt. In seinem Impulsvortrag zeichnete der in Reichelsheim wohnende Soziologe ein düsteres Bild angesichts der demografischen Entwicklung. zukunftodenwald hp2So werde die Bevölkerungszahl von derzeit 97.000 Einwohnern im Odenwaldkreis bis zum Jahr 2050 um 32 % auf rund 89.000 Bewohnern sinken. Vor allem Familien und jüngere Menschen würden in die Städte ziehen. Vor allem die Gruppe der über 65-jährigen werde um rund 62% wachsen. "Wir alle sind der demografische Wandel, und er ist bereits im vollen Gange!" Vor allem die medizinische Versorgung und Lebensqualität würde sinken. Landrat Dietrich Kübler und Bürgermeister Stefan Lopinsky wollten sich der düsteren Prognose des Wissenschaftlezukunftodenwald hp3rs nicht anschließen. Der Aufbau eines medizinischen Zentrums in Michelstadt, der Ausbau des Breitbandes für besseren Internetzugang sowie günstige Kindertagesplätze ließen den Odenwaldkreis gut da stehen - noch! Am zweiten Abend wurde in der GAZ-Schule über die Frage: "Wie lebt es sich als Familie?" diskutiert. Herwig Bendl, der stellvertretende Schulleiter, sagte, dass man den demografischen Wandel sehr genau beobachte. Noch seien die Schülerzahlen hoch, auch wenn andere Regionen Schüler wohl verlieren würden. Um Anreize für Familien zu schaffen müsse man ein entsprechendes Angebot machen, so der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis, in dem man etwa günstige Kitaplätze vorhalte. In der Diskussion mit dem Publikum wurde dann schnell deutlich, dass auch Arbeitsplätze vor Ort nötig seien. Würden die zukunftodenwald hp4Supermärkte auf den grünen Wiesen dazu etwas beitragen? Zumindest keine Mehreinnahmen für die Kommune, wie Bürgermeister Lopinsky, der an allen Abenden mitwirkte, zur Verblüffung vieler feststellte. "Wir erhalten leider keine Gewerbesteuer von denen, es sind Abschreibungsobjekte großer Unternehmen!" Immerhin entstünden Arbeitsplätze, wenngleich der Lohn gering ausfalle. Der finanzielle Aspekt stand am letzten Abzukunftodenwald hp7end im Reichelsheimer Gemeindehaus unter der Frage: "Wie lebt es sich im Alter?".  Wer gut im Alter leben wolle, der müsse sich früh darum kümmern. So das Fazit von Pfarrer Michael Germer, der mit Freunden ein Fachwerkhaus behindertengerecht hat umbauen lassen. Mobilität und eine gute medizinische Versorgung bis ins hohe Alter wünschen sich die Reichelsheimer Rentner Ingrid Volk und Helmut Neff. Doch nicht alle werden sich das leisten können. Die Altersarmut, so viele Stimmen aus dem Publikum, sei die Herausforderung für die Kommunen. Nur ein heute eingeführter Mindestlohn, so ein Diskutant, könne beitragen im Alter nicht zu verarmen. Dabei müssten die Jungen wie die Alten gemeinsam die anstehenden Aufgaben angehen. Dann gäbe es auch eine lebenswerte Zukunft für den Odenwald. Mehr Infos zur Veranstaltungsreihe (Bilder, Vorträge u.a.) finden Sie hier.

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