Die Themen in 2013

 Heidelberger Katechismus

450. Jahre Heidelberger Katechismus, 34. Kirchentag in Hamburg, Wagner und Klimawandel

Natürlich, die Kirche dreht sich zu oft nur um sich selbst. Während die Welt von Wirtschaftskrise redet,  Südeuropa über hohe Arbeitslosigkeit klagt und Deutschland über teure Großprojekte sich ereifert, steht 2013 für die Protestanten im Zeichen zweier Ereignisse: dem Heidelberger Katechismus, der vor 450 Jahren erschien, und dem Kirchentag in Hamburg Anfang Mai. In der Hansestadt dreht sich dann gewiss nicht alles nur um Kirche. Die Themen der Welt, von Europa und Deutschland werden, wie so oft auf Kirchentagen, garantiert auf der Agenda stehen. Und jener Katechismus aus Heidelberg - was hat diese alte Glaubenschrift uns heute noch zu sagen?

Kirchentagslogo 3Seinen Namen hat der 1563 für die Kurpfalz veröffentlichte Katechismus von seinem Entstehungs- und ersten Erscheinungsort Heidelberg. Der pfälzische Kurfürst Friedrich III. gab ihn in Auftrag. Er wollte mit ihm die schulische und kirchliche Bildung in seinem Fürstentum auf eine solide und die verschiedenen Richtungen der Reformation zusammenführende Grundlage stellen. Verfasser des aus 129 Fragen und Antworten bestehenden Textes ist hauptsächlich der aus Breslau stammende und an die Universität Heidelberg berufene Professor für Dogmatik Zacharias Ursinus. Er war Schüler Philipp Melanchthons in Wittenberg. Anlässlich des Jubiläums sind viele Veranstaltungen geplant, die die theologische, ökumenische und gesellschaftliche Wirkung dieses Katechismus zum Ausdruck bringen sollen, zum Beispiel in Heidelberg, wo auf dem Schloss und im Kurpfälzischen Museum eine Ausstellung unter dem Titel Richard Wagner„Macht des Glaubens“ zu sehen sein wird. Mehr dazu unter: www.heidelberger-katechismus.net. Außerdem wird das Evangelische Dekanat Vorderer Odenwald im Spätsommer auf seiner Fortbildung sich schwerpunktmäßig mit dem Katechismus beschäftigen und nach seiner Aktualität für den Glauben und die Bildung heute fragen. Und was steht in 2013  noch im Kalender? Der 200. Geburtstag von Richard Wagner, dessen Musik der ehemalige Kirchenpräsident der EKHN Dr. Peter Steinacker (ein Wagner-Experte) einmal als "Klangreligion" bezeichnet hat (mehr unter: www.evangelisch.de) Was es sonst noch in diesem Jahr zu beachten gilt? Achtsam mit der Schöpfung umzugehen, denn das Thema: "Klimawandel" wird das Dekanat auch in 2013 fest im Blick behalten.