Kurznachrichten

Die Evangelische Kirchengemeinde Fränkisch-Crumbach sucht für den Kindergarten
zum 1. Januar 2019 eine Erzieherin / einen Erzieher mit 15,5 Wochenstunden.
Stellenbeschreibung
Die Evangelische Kirchengemeinde in Fränkisch-Crumbach sucht für ihre Kindertagesstätte zum 01.01.2019 eine/n Erzieher/in mit 34,5 Wochenstunden für die Waldgruppe „Eichhörnchen“.
Stellenbeschreibung
Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Klingen sucht zum 1.1.2019
eine Küsterin / einen Küster. Stellenbeschreibung
Die ev. Kirchengemeinde Ober- und Nieder-Klingen besetzt zum 01.01.2019 die Stelle
einer Gemeindesekretärin/ eines Gemeindesekretärs. Stellenbeschreibung
Die Pfarrstelle in Brensbach ist ab sofort neu zu besetzen. Stellenausschreibung

Warten auf Frieden - seit 46 Jahren!

Faten Mukarker HP 2Die Palästinenserin Faten Mukarker zu Gast im Odenwald

„Mein 11. Geburtstag fiel aus: in Palästina begann an diesem 10. Juni 1967 der sechs-Tage Krieg und unsere Familie, die in Deutschland lebte, war in Trauer um ihr Land.“ In der Biographie von Faten Mukarker treffen sich Deutschland, Israel, Palästina, Christsein und Leben im arabischen Kontext von Bethlehem/Bet Jaila. Die Referentin für Ökumene im Dekanat Vorderer Odenwald, Pfarrerin Annette Herrmann-Winter, hatte die engagierte Palästinenserin zu einem Abend in das gut besuchte evangelische Gemeindehaus in Reichelsheim eingeladen. Faten Mukarker war drei Monate alt als die Familie nach der Vertreibung der Palästinenser nach Deutschland ausgewandert ist. Mit 19 Jahren kehrte sie zurück und gründete in den besetzten Gebieten eine Familie. Sie lebt u.a. von ihren Einnahmen als Buchautorin und zeigt Touristen als lizensierte Reiseleiterin ihr Land aus palästinensischer Sicht. Durch ihren Besuch im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar kann sie den Wunsch der jüdischen Opfer des Holocaust nach einer sicheren Existenz nach dem 2. Weltkrieg verstehen. Aber, so fragt sie „Warum erfolgte die Staatsgründung Israels auf Kosten des palästinensischen Volkes? Warum Faten Mukarker HPsollen wir für etwas zahlen, was wir nicht getan haben?“ Diese besondere Geschichte des jüdischen Volkes ist aus ihrer Sicht der Grund dafür, warum die Staaten immer noch zurückhaltend sind mit der Kritik an der Besatzungspolitik Israels. Hier habe vor allem Deutschland noch einen weiten Weg vor sich. Gerade weil sie im geteilten Deutschland aufgewachsen ist, vermag sie die Situation für die deutschen ZuhörerInnen sehr gut darzustellen. „Wir lebten friedlich miteinander, wir sind ja selbst auch Semiten!“ Und es wird sehr deutlich, dass die Weltgemeinschaft schon gleich nach der Staatsgründung Israels 1948 versäumt hat, in diesem Konflikt regulierend einzugreifen. Längst hat die israelische Siedlungspolitik riesige Trabantenstädte in den besetzten Gebieten geschaffen. Die Mauer schneidet tief in palästinensisches Gebiet ein, vernichtet uralte Olivenbäume und trennt die Menschen von ihren Lebensgrundlagen, vor allem auch vom Zugang zu Wasser. Ohne Kritik an Israel geht es aus der Sicht von Faten Mukarker nicht. Gerade wenn man die jüdische Bevölkerung schätze, dürfe man zur Besatzungspolitik nicht schweigen. Faten Mukarker polarisiert nicht. Sie berichtet in ruhigem Ton von den besonderen Bedingungen des täglichen palästinensischen Lebens in Bethlehem. Wie kann eine Lösung aussehen, die einen gerechten Frieden beinhaltet? Die Lösung gibt es nicht. Die Zukunft liegt für die junge Generation darin, die Geschichte des Landes auch durch die Brille des anderen Volkes sehen zu lernen. Denn es gibt verschiedene Wahrheiten. Und sie erzählt von den Menschen, die auf beiden Seiten der Mauer Schritte zu einem Miteinander der beiden Völker suchen.

 

 

 

 

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