Kurznachrichten

Die Evangelische Kirchengemeinde Fränkisch-Crumbach sucht für den Kindergarten
zum 1. Januar 2019 eine Erzieherin / einen Erzieher mit 15,5 Wochenstunden.
Stellenbeschreibung
Die Evangelische Kirchengemeinde in Fränkisch-Crumbach sucht für ihre Kindertagesstätte zum 01.01.2019 eine/n Erzieher/in mit 34,5 Wochenstunden für die Waldgruppe „Eichhörnchen“.
Stellenbeschreibung
Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Klingen sucht zum 1.1.2019
eine Küsterin / einen Küster. Stellenbeschreibung
Die ev. Kirchengemeinde Ober- und Nieder-Klingen besetzt zum 01.01.2019 die Stelle
einer Gemeindesekretärin/ eines Gemeindesekretärs. Stellenbeschreibung
Die Pfarrstelle in Brensbach ist ab sofort neu zu besetzen. Stellenausschreibung

Sternstunden auf dem Hessentag

Kirche zieht eine positive Bilanz mit ihrem Sternendom

Überfüllte Gottesdienste, ausverkaufte Großveranstaltungen und Hunderte von Menschen, die ihre persönlichen Sternstunden am Sternendom der evangelischen Kirchen aufschrieben: Das runde Kuppelzelt war ein ganz besonderer Ort auf dem Hessentag 2014 in Bensheim. Die Veranstaltungen der evangelischen Kirche im Sternendom beim Hessentag in Bensheim sind am Sonntagmittag mit einem großen Festgottesdienst unter dem Titel „Sternstunden“ zu Ende gegangen. Zehn Tage konnten sich die Besucherinnen und Besucher in dem Kuppelzelt mit seiner speziellen Lichtinstallation auf eine Reise zwischen Erde und Himmel begeben. Überfüllte Gottesdienste, ausverkaufte Großveranstaltungen und Hunderte von Menschen, die ihre persönlichen Sternstunden am Sternendom der evangelischen Kirchen aufschrieben: Das runde Kuppelzelt war ein ganz besonderer Ort auf dem Hessentag 2014 in Bensheim.

 

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Bei leisen Musikklängen, Lesungen und geistlichen Angeboten wie Andachten konnten sie unter der blau angestrahlten Decke mit ihren wandernden Sternen Abstand vom Trubel des Hessenfestes gewinnen oder abends in dem runden Zelt die mitreißende Atmosphäre großer Publikumsveranstaltungen erleben. Daneben war es möglich, an einem Aktionsstand eigene Sternstunden im Leben Revue passieren zu lassen. Hunderte von Gästen schrieben dazu ihre persönlichen Erlebnisse auf kleine Karten. Die neun Großveranstaltungen im 600 Plätze fassenden Sternendom wie der Auftritt der Musikerin Annett Louisan, die Show des Zauberers Nicolai Friedrich oder die Vorstellung des Babenhäuser Pfarrerkabaretts waren fast ausnahmslos ausverkauft.

Bilanz-Gespräch mit dem Hessentagsbeuaftragten Pfarrer W. Weinrich

Das Zelt ist fast wieder eingepackt. Zehn Tage lang haben über 150 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Diakonie Hessen sowie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und von Kurhessen-Waldeck im und um den Sternendom mitgeholfen. Über 20 zum Teil hochkarätige Veranstaltungen von Lesungen über Konzerte bis hin zu Gottesdiensten brachten viel Glanz auf die Hessentagsmeile. Das hatte seinen Preis: 200.000 Euro hat der Sternendom gekostet. Eine sinnvolle Investition, wie der Hessentags-beauftragte der Kirche, Pfarrer Wolfgang Weinrich findet. Ein Rück- und Ausblick. Die Fragen stellte Reinhard Völker.

Reinhard Völker: Herr Weinrich, welche Bilanz ziehen Sie, zieht die Kirche mit dem Sternendom? War es ein gelungener Auftritt?

Wolfgang Weinrich: Ich glaube, dass der Sternendom genau so geworden ist, wie wir ihn uns vorgestellt haben. Zwar lagen wir am Ende der Hessentagsmeile, dennoch waren fast alle unsere großen Veranstaltungen ausverkauft. Auch die vier Mittagsveranstaltungen sowie Andachten fanden mit rund 100 Menschen einen guten Anklang. Aber es ist auch klar: Wir sind hier nur ein Anbieter von Vielen, und haben es dennoch geschafft eigene Akzente zu setzen.

Und was hat der Sternendom nun der Kirche und Diakonie konkret eingebracht?

Es wurde über die Präsenz der Kirche hier auf dem Hessentag gesprochen. Wir wurden hier wahrgenommen. Zum Wir-Gefühl am Hessentag gehörte die Kirche mit ihrem Sternendom. Und das gelang uns nur mit solchen hochwertigen Angeboten, wie wir sie hier gemacht haben.

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Die Überleitung passt wunderbar zur nächsten Frage.  Wozu musste Kirche sich mit Konzerten mit Prominenten wie Stefan Gwildis oder Annett Louisan auch noch als Konzertagentur betätigen. Haben sie den rein kirchlichen Angeboten nicht so recht getraut?

Eine gute wie berechtigte Frage. Kirche war und ist schon immer Kulturträgerin gewesen. Und wir haben uns bewusst gegen ein Programm entschieden, das wieder nur den inneren kirchlichen Zirkel bedient hätte. Wir haben die Künstler zudem gebeten, das Thema Sternendom in ihr Programm einzubauen, und das haben sie gemacht. Und wir haben in der An- und Abmoderation uns als Kirche zu erkennen gegeben. Diese Art Kirche zu präsentieren war mir wichtig.

Eine andere Kritik betraf den Sternendom selbst. So wurde bemängelt, dass im Inneren eher Lichtpunkte als Lichtsterne an das Zeltdach geworfen wurden. Trifft Sie so eine Kritik?

Im Fernsehen wurde das so verkürzt gezeigt, ohne das sich die zuständige Redakteurin die Mühe gemacht hätte, mehr über den Sternendom zu erfahren. Der Beitrag dauerte ja nicht mal 60 Sekunden. Die Besucher sollten hier vor allem zum Nachdenken angeregt werden und zum Glauben eingeladen werden, und das ist uns gelungen! Wir haben hier also auch im gewissen Sinne Über-setzungsarbeit geleistet mit den Mitteln von Lesungen, Konzerten, Kabarett aber eben auch mit Gottesdiensten und Andachten.

Nach einem Jahr zum Teil mühsamer Vorbereitung, viel Regen beim Aufbau des Sternendoms, dann tagelanger Hitze und wenig Schlaf – was kommt jetzt für den Hessentagsbeauftragten?

Jetzt kommt erst einmal der Ab- und Rückbau des Sternendoms. Und dann kommt das Auffüllen der großen Leere in Form von Anerkennung und Lob. Außerdem habe ich hier auf dem Hessentag in Bensheim schon wieder neue Ideen für den Hessentag im kommenden Jahr in Hofgaismar entwickelt und gesammelt. Das Reformationsgedenkjahr 2017 wird dabei eine große Rolle spielen.

Ein Frage muss ich Ihnen natürlich noch stellen. Was war ihre Sternstunde hier in den letzten zehn Tagen?

Meine persönlichste Sternstunde ist zu privat um sie hier mitzuteilen. Aber die letzten Tage bestanden aus vielen Sternstunden, vor allem die tolle wie gute Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen wie hauptamtlichen Sternendom-Mitarbeitern. In den vergangenen Tagen habe ich mich immer mal wieder gefragt: Was nehme ich mit, und was muss ich lernen zu lassen. Denn auch diese Sternstunden müssen wir einmal lernen loszulassen. Darum geht es wohl Letztlich im Leben: Lernen, die Dinge loszulassen.

Hintergrund: Der Sternendom und das umfangreiche Veranstaltungsprogramm wurden von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Diakonie Hessen entwickelt. Seit 1997 engagieren sich die evangelischen Kirchen auf Hessentagen. Mehr Infos unter: www.sternendom.de

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