Kurznachrichten

Die Evangelische Kirchengemeinde Fränkisch-Crumbach sucht für den Kindergarten
zum 1. Januar 2019 eine Erzieherin / einen Erzieher mit 15,5 Wochenstunden.
Stellenbeschreibung
Die Evangelische Kirchengemeinde in Fränkisch-Crumbach sucht für ihre Kindertagesstätte zum 01.01.2019 eine/n Erzieher/in mit 34,5 Wochenstunden für die Waldgruppe „Eichhörnchen“.
Stellenbeschreibung
Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Klingen sucht zum 1.1.2019
eine Küsterin / einen Küster. Stellenbeschreibung
Die ev. Kirchengemeinde Ober- und Nieder-Klingen besetzt zum 01.01.2019 die Stelle
einer Gemeindesekretärin/ eines Gemeindesekretärs. Stellenbeschreibung
Die Pfarrstelle in Brensbach ist ab sofort neu zu besetzen. Stellenausschreibung

Von der Kindheit am Kuchenbuffet

Lesung im Dekanatscafe HP1Der Autor Bernhard Bergmann macht Appetit auf Lyrik

Auf die Besucher des ersten Zentrumscafé im Darmstädter Schloß in Groß-Umstadt wartete im doppelten Sinne des Wortes ein Leckerbissen. Zum einen servierten die Gastgeberinnen Ruth Vetter und Karin Jablonski, beide im Dekanat Vorderer Odenwald angestellt, den rund 15 Besuchern selbtsgebackenen Kuchen wie schwarzwälder Kirschtorte und Käsekuchen, als auch eine Dichterlesung mit Bernhard Bergmann. Der Odenwälder Autor ist freier Journalist sowie Öffentlichkeitsbeauftragter im Evangelischen Dekanat Odenwald. Bergmann las aus seinen  Gedichtbänden "Wasser der Kindheit" und "Pusteblume" und bewies mit seinen konkreten Sprachbildern, das Lyrik alles andere als rätselhaft und schwer lesbar sein muss. Denn dieser Lyriker will mit seinen Worten nicht ins Abstrakte, sondern sucht das Konkrete. Er bohrt. Der Germanist, Theologe und Journalist, Jahrgang 1971, ist im Odenwald aufgewachsen, um nach dem Studium dorthin zurückzukehren. Seine Sprache ist direkt, ohne dabei vereinfachend oder maniriert zu wirken. Dabei erweist er sich als ein kluger wie aufmerksamer Lesung im Dekanatscafe HP2Beobachter, bis seine knappen Wortsetzungen auf das Lebendige stoßen: das Wasser der Kindheit. Aus dem sorgsam editierten Band weht einem der Wind des literarischen Hochgebirges entgegen. Nur will Bergmann mit seinen Gedichten eben nicht hoch hinaus oder in die große Stadt, er bleibt lieber dort, wo Amsel, Kinderhand und Bäuerin irritierend einfach ihre kluge Sprache sprechen: im Odenwald. Jenseits von Literaturstudium Leipzig, Filmhochschule München oder stipendiumgeschwängerte Autorenexistenz Berlin durchfurcht dieser Autor den Alltagsacker, dem er das vordergründig Gewöhnliche mit wenigen Worten abzustreifen weiß. In der angeblichen Provinz, zwischen Broterwerb und Müttern, die sich in den Himmel sehnende Kinder zurückrufen, hat sein Träumen Gewicht. Zersplittert kann es lebendig bleiben: „ traum (für Hannah)/ als ich dich aus deinem bettchen hob / fiel ein traum hinab, zerbrach / in tausend scherben / habe sie aufgelesen / und mir ins bett gestreut / um damit wundzuschneiden / die hornhaut meiner / seelensohle“.

 

Quelle: Bernhard Bergmann, wasser der kindheit, Originalausgabe, Edition Toni Pongratz, Hauzenberg 2010,  10 Euro, ISBN 978-3-931883-74-4

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