Kurznachrichten

Die Evangelische Kirchengemeinde Fränkisch-Crumbach sucht für den Kindergarten
zum 1. Januar 2019 eine Erzieherin / einen Erzieher mit 15,5 Wochenstunden.
Stellenbeschreibung
Die Evangelische Kirchengemeinde in Fränkisch-Crumbach sucht für ihre Kindertagesstätte zum 01.01.2019 eine/n Erzieher/in mit 34,5 Wochenstunden für die Waldgruppe „Eichhörnchen“.
Stellenbeschreibung
Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Klingen sucht zum 1.1.2019
eine Küsterin / einen Küster. Stellenbeschreibung
Die ev. Kirchengemeinde Ober- und Nieder-Klingen besetzt zum 01.01.2019 die Stelle
einer Gemeindesekretärin/ eines Gemeindesekretärs. Stellenbeschreibung
Die Pfarrstelle in Brensbach ist ab sofort neu zu besetzen. Stellenausschreibung

„Sich an die Seite der Flüchtlinge stellen“

HP Synode1Synode des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald verabschiedet Resolution - Haushalt 2015 mit rund 1,88 Millionen Euro beschlossen.

Kleestadt. Finanzen, Flüchtlinge, die Pfarrstellenbemessung und das Ehrenamt waren die zentralen Themen der Herbstsynode des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald. 82 Delegierte kamen am Freitagabend (7.) im Bürgerhaus in Kleestadt zusammen.

Auf vielen Tischen brannten an diesem Abend Kerzen – Friedenslichter, die bei der vorangegangen Andacht in der evangelischen Kirche angezündet worden waren. Die Kriege auf der Welt und immer mehr Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, waren ein zentrales Thema bei den Synodalen. Angesichts der Flut an Flüchtlingen seien Kommunen und Landkreise manchmal überfordert, würden aber von den Kirchen unterstützt, sagte Groß-Umstadts Bürgermeister Joachim Ruppert in seinem Grußwort. Die Hilfsbereitschaft sei groß. In Groß-Umstadt entsteht derzeit eine Kleiderkammer für Flüchtlinge – wenige Tage nach dem Aufruf seien ganze Garagen mit Kleiderspenden gefüllt, so Ruppert. Er hoffe weiter auf den Schulterschluss mit den Kirchen.

Resolution für Flüchtlinge

Die Synodalen setzten an diesem Abend ein Zeichen und verabschiedeten einmütig eine Resolution, die an alle Menschen appelliert, Flüchtlingen mit Achtung und Respekt zu begegnen, ihnen Hilfe und Unterstützung zu gewähren und die politisch Verantwortlichen auffordert, Flüchtlinge am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilhaben zu lassen. Des Weiteren spricht sich die Synode dafür aus, mit Flüchtlingen in Kontakt zu treten, mit ihnen zu reden, ihnen zuzuhören und ein öffentliches Zeichen zu setzen, „dass uns ihr Schicksal nicht gleichgültig ist“. Das Evangelische Dekanat will hier weiterhin gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. „Die Synode ermutigt deshalb Kirchengemeinden, die ehrenamtlich tätigen Flüchtlingsinitiativen weiter zu unterstützen und die Gründung neuer Hilfskreise zu fördern.“ Wo immer möglich, sollten Flüchtlinge eingeladen werden. Zudem bittet die Synode, zu prüfen, ob kircheneigene Gebäude für Flüchtlinge als Unterkünfte bereitgestellt werden könnten.

„Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen“ (Matthäus 25,35): Das Jesus-Wort aus dem Matthäus-Evangelium ist der Resolution vorangestellt – es erinnere daran, dass Christinnenund Christen aufgerufen seien, sich an die Seite der Flüchtlinge, der Schwachen und Bedrängten zu stellen. Dies könne auf vielfältige Weise geschehen – in Einzelfällen auch durch Gewährung von begründetem Kirchenasyl.

Seit einigen Wochen gewährt die Kirchengemeinde in Groß-Umstadt einem Eritreer Kirchenasyl. Es gebe bestimmte Bedingungen, unter denen Flüchtlinge Aufnahme finden können, ohne dass es rechtliche Schwierigkeiten gebe, erläuterte der Vorsitzende der Dekanatssynode, Dr. Michael Vollmer. Da die Kirchengemeinde auch Pflichten übernehme, gebe es Absprachen zwischen Staat und Kirche, so Vollmer. Ob Kirchenasyl gewährt werde oder nicht, entscheide der Kirchenvorstand.

HP Synode3Haushalt 2015 und Unterstützung von Klimaschutzprojekten

Mit großer Mehrheit wurde der Haushalt 2015 beschlossen. Er sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von rund 1,88 Millionen Euro vor; davon entfallen etwa 1,24 Millionen Euro auf Personalkosten. Die Kirche wird kleiner, das wirkt sich auch aufs Geld aus: Im Dekanat Vorderer Odenwald ist die Zahl der Gemeindeglieder knapp unter 60.000 gefallen. Für eine halbe Verwaltungsstelle gebe es deshalb keine Zuweisungen mehr, erläuterte Willi Delp (Niedernhausen), der im Dekanatssynodalvorstand für die Finanzen zuständig ist. Die Stelle ist besetzt, die Finanzierung werde nun aus der Rücklage bestritten. Für die geplante Chorreise nach Südafrika und die Erweiterung der Fundraising-Stelle greift das Dekanat ebenfalls in die Rücklage. Dennoch bleibt ein Überschuss von 8000 Euro. Die Jahresrechnung 2013 wurde ebenfalls mit großer Mehrheit abgenommen. Sie schließt mit rund 1,82 Millionen Euro, ein Überschuss von knapp 50.000 Euro wurde in die Rücklage überführt.

Der Klimaschutz ist im Dekanat weiter Thema. Mit großer Mehrheit haben die Synodalen beschlossen, das auf fünf Jahre (2015-2019) ausgelegte Projekt „Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen in den Gemeinden“ mit insgesamt 100.000 Euro, verteilt auf fünf Jahre à 20.000 Euro, auszustatten. Pro Kirchengemeinde werden innerhalb von fünf Jahren Einzelmaßnahmen bis zu einer Gesamthöhe von 2500 Euro gefördert. Konkret heißt das, dass die Kirchengemeinden beispielsweise Zuschüsse für Mehrkosten durch fair gehandelte Produkte, für ein Elektrofahrrad oder den Druck von Flyern bei einer klimafreundlichen Druckerei beantragen können. „An diesem Punkt machen wir Nägel mit Köpfen“, sagte Präses Vollmer.

Zudem hat die Synode beschlossen, die Partnerschaftskollekte 2015 für die Partnerschaftsarbeit mit der Moravian Church in Südafrika zu verwenden. Derzeit bereitet das Dekanat eine Delegationsreise (5. bis 18. April 2015) zur Partnerkirche in Kapstadt vor. Um eine neue Form der Begegnung zu ermöglichen, ist diese Reise als Chorprojekt mit 25 Teilnehmenden aus allen Partnergemeinden des Dekanats Vorderer Odenwald geplant.

Pfarrstellenbemessung

Eine längere Diskussion gab es zur Pfarrstellenbemessung. Bis 2019 müssen von den 37 Pfarrstellen zwei abgebaut werden. Hauptsächlich kleine Gemeinden seien von Kürzungen betroffen, kritisierte Pfarrer Ulrich Möbus (Altheim und Harpertshausen). Das habe mit dem Status quo zu tun, erläuterte Präses Vollmer. Im vormaligen Dekanat Groß-Umstadt habe es viele kleinere Gemeinden gegeben; ihre Pfarrstellensituation sei so lange wie möglich beibehalten worden. „Das müssen wir ändern“, sagte Vollmer, denn die Kirchenleitung gebe vor, dass eine Pfarrstelle auf 1500 bis 2500 Gemeindeglieder komme. Über die Pfarrstellenbemessung 2020 und wie die Kriterien dafür aussehen sollen, entscheide dann die neue Synode, die ab 2016 zusammentrete.

HP Synode2Ehrenamt

Dr. Steffen Bauer, Leiter der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, nahm sich des Themas Ehrenamt – nicht zuletzt mit Blick auf die Kirchenvorstandswahl im nächsten Jahr – an. Es gebe drei Grundmotivationen, um ehrenamtlich tätig zu werden, das hätten deutschlandweite Umfragen ergeben. Erstens, die geselligkeitsorientierten Motivierten, die das klassische Ehrenamt verkörpern, zweitens, die Interessenorientierten, die durchs Ehrenamt etwas dazu lernen wollen, und, drittens, die Gemeinwohlorientierten, die sich für ein Projekt einsetzen, das sie interessiert. Die Tendenz sei, so Bauer, dass die erste Gruppe rückläufig sei, die anderen beiden hingegen wachsen. Was passiert mit Menschen, die sich nicht aus Glaubensgründen in der Kirche engagieren? Der Glaube wachse mit der Beteiligung, so Bauer, das belegten Untersuchungen. „Durchs Dabeisein stellen sich neue Fragen.“ Warum kandidieren Menschen für den Kirchenvorstand? Auch dazu gibt es Untersuchungen: Mitglied des Kirchenvorstands werde, wer in irgendeiner Form in seiner Gemeinde beheimatet sei, weil man den Pfarrer oder die Pfarrerin gut kenne und gut finde oder weil man etwas bewegen wolle.

Kirchentag und Personalien

Pfarrer Michael Fornoff (Groß-Zimmern) informierte über den Deutschen Evangelischen Kirchentag, der im kommenden Jahr vom 1. bis 7. Juni in Stuttgart sein wird. Im Rahmen der Synode wurde zudem die neue Öffentlichkeitsbeauftragte des Dekanats Silke Rummel eingeführt. Dekan Joachim Meyer würdigte Annette Claar-Kreh, Ruth Vetter und Günther Christ für ihre zwanzig- beziehungsweise zehnjährige Prädikantenarbeit.

 

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