Wahlwerbung mit Brötchentüten und Großplakaten

KV Wahl BrtchenHPAufkreuzen und ankreuzen: Rund 1,5 Millionen Wahlberechtigte der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) werden am Sonntag, den 26. April, neue Kirchenvorstände in den Gemeinden wählen. Mit verschiedenen Aktionen machen die Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald auf die Wahl aufmerksam. Zum Beispiel mit 53.000 Brötchentüten.

Brötchen, Croissants und Laugenbrezeln werben für die Kirchenvorstandswahl. In vielen Bäckereien im Dekanat Vorderer Odenwald werden dieser Tage die Backwaren in Brötchentüten ausgegeben, die mit dem Wahlslogan, dem Logo und dem Termin der Kirchenvorstandswahl versehen sind. Die Aktion stieß bei Bäckereien und Kirchengemeinden auf eine besonders gute Resonanz: 53.000 Brötchentüten wurden allein im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald unter die Leute gebracht.

KV Wahl PlakatHPGroßplakate in Reinheim und Georgenhausen
Szenenwechsel: Seit diesem Wochenende hängen in Reinheim und Georgenhausen zwei Großplakate mit den mehr als 50 Gesichtern der Kandidatinnen und Kandidaten aus den Kirchengemeinden Reinheim, Ueberau, Georgenhausen-Zeilhard und Spachbrücken. Zum Fotoshooting am Samstagmittag ist ein Großteil von ihnen zugegen. Die Kirchenvorstandswahl als Kontaktpflege: Schon bei der Wahl 2009 hatten sich die Kirchengemeinden zu einer ähnlichen Aktion zusammengetan und gute Erfahrungen gemacht. „Es ist gut, dass man sieht, wie viele es sind“, sagt Dr. Michael Vollmer, Präses des Dekanats und Kandidat für den Kirchenvorstand in Georgenhausen-Zeilhard. Die Kandidatinnen und Kandidaten seien gut gemischt, sowohl alters- als auch geschlechtsmäßig, sagt die Vorsitzende Sylvia Seyerle.

Babenhausen hat den größten Kirchenvorstand
Im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald, zu dem 40 Kirchengemeinden mit knapp 60.000 Mitgliedern zwischen Reichelsheim und Babenhausen gehören, kandidieren 440 Frauen und Männer für den Kirchenvorstand. 336 Sitze werden vergeben. Es gibt 52.971 Wahlberechtigte. Den größten Kirchenvorstand gibt es in Babenhausen mit 14 Mitgliedern, die kleinsten Kirchenvorstände haben Schlierbach, Harpertshausen und Raibach mit je vier Mitgliedern.

KV WahlHPErstmals werden Jugenddelegierte gewählt
Im Gegensatz zu Bundes- und Landtagswahlen sind in der evangelischen Kirche auch Jugendliche ab 14 Jahre wahlberechtigt. Erstmals in der Geschichte der EKHN konnten auch Jugenddelegierte in den Kirchenvorstand gewählt werden. Von dieser Möglichkeit, junge Leute unter 18 Jahren am Kirchenvorstand zu beteiligen, haben im Dekanat Vorderer Odenwald fünf Gemeinden Gebrauch gemacht. Die Jugenddelegierten stehen nicht am 26. April zur Wahl, sondern wurden bereits bei Gemeindeversammlungen gewählt. Jugenddelegierte haben Rede- und Antragsrecht. Wenn sie volljährig werden, erhalten sie automatisch auch das Stimmrecht.

„Unsere Landeskirche ist eine demokratisch verfasste Kirche“, sagt Dekan Joachim Meyer, „ich freue mich über so viele engagierte Kandidatinnen und Kandidaten, die sich in den vergangenen Wochen zur Wahl aufgestellt und den Gemeinden vorgestellt haben.“KV Wahl TurmHP

Am Wahlsonntag gibt's auch Aktionen
Allerorten machen einheitlich gestaltete Banner und Plakate an Kirchen und Gemeindehäusern, in Geschäften und an Schwarzen Brettern auf die Kirchenvorstandswahl aufmerksam. „Das hat einen hohen Wiedererkennungswert“, freut sich Präses Vollmer. Auch für den Wahlsonntag selbst haben sich die Kirchengemeinden einiges einfallen lassen: In Münster, Groß-Bieberau, Semd und Ueberau gibt es Kaffee und Kuchen. In Klein-Umstadt, Raibach und Dorndiel erhalten alle Wählerinnen und Wähler eine Smiley-Seife. In Reichelsheim, Raibach und Georgenhausen-Zeilhard gibt’s nach der Wahl Party, in Klein-Umstadt einen Umtrunk.

„Es ist Ihre Wahl, auf Ihre Stimme kommt es an – darum lautet die Devise unserer Kirche zur Wahl: aufkreuzen und ankreuzen“, appelliert Dekan Meyer an die evangelischen Christinnen und Christen.

Text: Silke Rummel/Fotos: Silke Rummel, Michael Merbitz-Zahradnik, Ulrich Möbus

Bildtext: Auf die anstehende Kirchenwahl wird sogar beim Brötchenkauf im Altheimer Lädchen bei Felicitas Lauszat (v.l.n.r.) hingewiesen, wie hier Lona Kohlweg und Monika Barz. Viele Köpfe für die Kirchenvorstandswahl gibt es in den Kirchengemeinden in Georgenhausen-Zeilhard, Spachbrücken, Reinheim und Ueberau. Seit Wochen werben Banner an Kirchen (auf den Bildern Groß-Zimmer und Altheim) und Gemeindehäusern für die Kirchenvorstandswahl.