„Menschen Gutes für die Seele tun“

Prädikantinnen und Prädikanten in der Darmstädter Michaelskirche beauftragt / Hans-Joachim Rupp und Gisela Heckmann aus dem Dekanat Vorderer Odenwald

Prdikanten rek HPIn einem feierlichen Gottesdienst sind am Sonntagnachmittag sieben Prädikantinnen, vier Prädikanten und eine Lektorin zu ihrem Dienst in der evangelischen Kirche beauftragt worden. Pröpstin Karin Held segnete die Ehrenamtlichen, die künftig Gottesdienste leiten dürfen, in der Darmstädter Michaelskirche ein. Pfarrer Thomas Waldeck, der die knapp zweijährige Ausbildung leitete, verlas für jede und jeden dabei Bibelworte.

Aus dem Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt werden künftig André Everts, Jonathan Flathmann, Dr. Mônica Holtz, Antje Sandrock-Böger und Gabriele Topitsch als Ehrenamtliche Gottesdienste leiten. Aus anderen Dekanaten der Propstei Starkenburg wurden Kirsten Schülke (Darmstadt-Land), Michaela Fröhlich (Ried), Christiane Hastert (Odenwald), Hans-Joachim Rupp (Vorderer Odenwald) und Gisela Heckmann (Lektorin, Vorderer Odenwald) beauftragt, ebenso Gerhard Joachim Schwalm und Gabriele Neumann aus der Propstei Rhein-Main.
 
Gabriele Topitsch, Kirchenvorsteherin der Michaelsgemeinde und selbst gerade ausgebildete Prädikantin, begrüßte die mehr als 100 Gäste. Pröpstin Karin Held zitierte ein Wort der Bauerstochter Anne Mareili aus einem Roman von Jeremias Gotthelf: „Aber so ist’s: Schön predigen ist nicht schwer und viel Glauben auch nicht, aber den Glauben zum Leben und die Predigt zur Brücke vom alten Wort zum jungen Leben werden zu lassen, das ist schwer.“ So wünschte sie den Absolventinnen und Absolventen für deren „anspruchsvolle Aufgabe“, dass sie „Zutreffendes und Treffendes, Verstehbares und Verständliches, und dass sie ins Ohr und in Herz und Sinn reden“ sowie dabei „Bibelworte in Lebensworte wandeln“ mögen.

Der frisch beauftragte Prädikant Gerhard Joachim Schwalm hielt eine Predigt über die Taufe. Er freue sich darauf, auch selbst taufen, „Menschen Gutes für die Seele tun“ und „von der großen Liebe Gottes schwärmen“ zu dürfen. Die Entscheidung für den Weg mit Gott müsse „immer wieder neu getroffen werden“, so Schwalm.

Petra Herfel-Stürz, Vorsitzende des Fördervereins für Lektorinnen- und Lektoren-, Prädikantinnen- und Prädikantenarbeit in der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau e.V. (LuP), warb für den gegenseitigen Austausch und für die Beratung im Rahmen ihres Vereins.

Text + Foto: Rebecca Keller, Dekanat Darmstadt-Stadt