Lobpreis für den Herrn

„Father in Heaven“ ist der Titel für ein besonderes Gospel-Event / Volle Kirchen in Reichelsheim und Münster Gospel groHPWer am Sonntagnachmittag eine Viertelstunde vor Beginn des Gospel-Konzerts „Father in Heaven“ in die evangelische Martinskirche in Münster kam, war deutlich zu spät dran. Denn die Sitzplätze waren längst belegt, die verfügbaren Stühle allesamt im Einsatz. Und so blieb etlichen Zuhörerinnen und Zuhören nur ein Stehplatz am Eingang. Was aber nicht schlimm war, denn die knapp zwei Stunden die das Konzert dauerte, vergingen wie im Flug. Am Abend zuvor war es bei dem Konzert in der Michaelskirche in Reichelsheim ähnlich voll. Gospel ChorleiterHP

Die Sängerinnen und Sänger ordneten sich nach ihrem Einzug in den Kirchenraum gleichsam dicht an dicht auf der stufenförmig aufgebauten Bühne an. Sie entstammten drei Chören – dem Jugendchor und dem MichelsChor aus Reichelsheim und dem Gospelchor aus Münster – und waren mit rund hundert Leuten vertreten. Mit dabei waren auch drei Mädchen und ein junger Mann, die aus dem Sudan nach Deutschland geflüchtet sind. Begleitet wurden die Chöre von einer Band aus Querflöte, Saxofon, Keyboard, Schlagzeug, Bass und Klavier. Die Leitung des Gesamtchors teilten sich die drei Chorleiter Andrea Dippon-Meyer, Wilhelm Jünger und Matthias Ernst, die sich außerdem wechselweise ans Klavier setzten.

Verschiedene Versionen des „Vater unser“
Es sollte ein beseelter Nachmittag werden, für Chöre, Chorleiter, Band und Publikum – darunter der frühere Münsterer Pfarrer Christoph Sames, seine Nachfolgerin Kerstin Groß und Bürgermeister Gerald Frank. Zu hören waren verschiedene englische Versionen des „Vater unser“ und andere Lieder, die die Güte Gottes zum Inhalt haben. Etwa „Lord hold me“ oder „By his mercy“, in denen es darum geht, bei Gott einen Rückzugsort zu finden und seine Gnade und Barmherzigkeit zu erfahren.

Gospel rundumHPDie Chormitglieder wippten, das Publikum nicht minder, an manchen Stellen klatschte und sang es mit, sodass der Kirchenraum ganz erfüllt von den Stimmen war. Nach zwei Zugaben kreisten die Chormitglieder das Publikum zum Abschluss ein und besangen es, bevor sie es nach begeistertem Applaus mit einem wohligen Gefühl in den Abend entließen. „Toll“, freute Bürgermeister Gerald Frank. Er sei bei Veranstaltungen der Kirchengemeinde schon Stammgast. Bei der Musik springe die Freude, der Funke über.

Text + Bilder: Silke Rummel