Frauen und Flucht

Neue Veranstaltungsreihe beginnt am 20. April und dauert bis in den Juni hinein/Dekanat Vorderer Odenwald beteiligt
Grafik IntegrationIn Deutschland ist seit 2005 die geschlechtsspezifische Verfolgung als Asylgrund rechtlich verankert. Damit wird anerkannt, dass Frauen in vielen Ländern der Welt ganz spezifischen Menschenrechtsverletzungen wie Steinigung, Witwenverbrennung, Vergewaltigung, Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung, Zwangsprostitution, Zwangsabtreibung und Zwangssterilisation ausgesetzt sind.

Aber auch die Flucht unter menschenunwürdigen Bedingungen ist für Frauen meist noch beschwerlicher und gefährlicher als für Männer. Gewalt und sexuelle Übergriffe sind an der Tagesordnung. Wenn  die Frauen dann in Deutschland ankommen, sind sie oft traumatisiert und die Unterbringungssituation in gemischten und überfüllten Unterkünften führt nicht selten zu neuen Gewalterfahrungen.

Die Kooperationspartnerinnen der Veranstaltungsreihe „Frauen und Flucht“ möchten mit ihren Angeboten zum einen öffentlich für die Situation geflüchteter Frauen sensibilisieren, zum anderen aber auch geflüchtete Frauen selbst über Hilfsangebote und mögliche Unterstützung bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven informieren.  

Den Auftakt der Reihe bildet am Mittwoch, 20. April, ab 19.30 Uhr, ein Themenabend im Martin-Luther-Haus Reinheim, Erlenweg 8, mit dem Titel: „In der Fremde – Fluchterfahrungen von Frauen in biblischer Zeit und heute“.

Am Freitag, 22. April, 18 Uhr, wird im Rathaus Reinheim (Sitzungssaal), Cestasplatz 1, die Ausstellung „Frauen im Kreuzfeuer“ eröffnet, die bis zum 13. Mai zu sehen sein wird. Zudem berichtet der Verein Frauenrecht ist Menschenrecht e.V. über frauenspezifische Fluchtgründe in bestimmten Herkunftsländern sowie über die (immer noch völlig unzureichenden) Möglichkeiten der Unterstützung und der Bearbeitung von Traumata. Im Anschluss ist Gelegenheit für Fragen und Austausch.

Am Dienstag, 10. Mai, um 19 Uhr wird im gemeindepsychiatrischen Zentrum der Caritas, Darmstädter Straße 5, Reinheim, der Dokumentarfilm: „Texas – Kabul Frauen gegen den Krieg“ gezeigt. Anschließend Gespräch.

Am Freitag, 20. Mai, 15 bis 17 Uhr, informiert  die Beratungsstelle des Frauenschutzhauses von Frauen helfen Frauen in Dieburg geflüchtete Frauen im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Frauencafés in Klein-Zimmern, Haus Barbara, Bahnstraße 3, über Gewaltschutz in Deutschland und Beratungsangebote (mit Übersetzerinnen) vor Ort.  Anmeldung erbeten: 06078-7825923.

Am Donnerstag, 16. Juni, ab 19.30 Uhr, gibt es einen Themenabend im Evangelischen Gemeindehaus Heubach, Brauerstraße/Ecke Blumenstraße „Fremde bei uns – Erfahrungen in der Begegnung mit geflüchteten Frauen“.

Am Mittwoch, 22. Juni, ab 18 Uhr, informiert die Beratungsstelle ZIBB des Vereins Frauen für Frauen e.V. über Möglichkeiten der beruflichen Integration. Das Angebot richtet sich an geflüchtete Frauen und ihre ehrenamtlichen Begleiterinnen; Übersetzerinnen sind zugegen. Anmeldung erbeten: Tel: 06078-72377.

Kooperationspartnerinnen der Veranstaltungsreihe: Caritas Gemeindezentrum Dieburg und Reinheim, Evangelisches Dekanat und Dekanatsfrauenausschuss des Dekanats Vorderer Odenwald, Frauen helfen Frauen e.V. Dieburg, FrauenFreiRäume – Frauen- und Familienzentrum e.V. Reinheim, Frauen für Frauen e.V. (ZIBB), Groß-Umstadt.

Kontakt: Andrea Alt, Referentin für Bildung, Evangelisches Dekanat Vorderer Odenwald, Tel: 06078-7825923, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!