Kein einfaches Ehrenamt

In Reinheim werden vier neue Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger beauftragt NFS Beauftragung grossHP
Reinheim. Das Bild eines farbenfrohen Engels hängt im Altarraum des Martin-Luther-Hauses. Gemalt hat es die Notfallseelsorgerin Ilse Reining aus Brensbach. Der Engel ist seit Jahresanfang gewissermaßen das Maskottchen der ökumenisch ausgerichteten Notfallseelsorge Darmstadt-Dieburg. Von Engeln handelt denn auch die Predigt von Pfarrer Heiko Ruff-Kapraun, dem Leiter der Notfallseelsorge. Als er vor zwei Jahren seinen Sommerurlaub im Hochtal von Engelberg verbracht habe, habe ihn an einem Tag ein Mann gefragt, warum dort überall Engel stünden. „Engel-Berg“, habe er geantwortet, so Ruff-Kapraun. „Auf Engel im Sommer ist man offensichtlich nicht eingestellt.“ Doch was sind eigentlich Engel? Sie seien Lichtgestalten, Boten Gottes, himmlische Stimme, sie verbänden Himmel und Erde und seien vor allem Sinnbild der Hoffnung, führte Ruff-Kapraun aus. „Nichts ist unmöglich.“NFS alle mit EngelHP

Notfallseelsorge ist für Kirchen sehr wichtig
Ob es ein Engel gewesen sei, der die vier neuen Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger zu ihrem Ehrenamt gebracht habe, das wüssten nur sie selbst, sagte Dekan Joachim Meyer. Meyer und sein katholischer Kollegen Christian Rauch beauftragten am Sonntagnachmittag im Martin-Luther-Haus Margret Eckert, Petra Dotterweich, Kornelia Schuler und Volker Hombach als Notfallseelsorger. „Es gibt einfachere Ehrenämter in unseren Kirchen, die Sie bekleiden könnten“, sagte Meyer. Für beide Kirchen sei es ein sehr wichtiges Ehrenamt, sagte Meyer. Mit der Übergabe der Einsatzjacken, der Urkunden und einer roten Rose treten die neuen ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger in ihren Dienst.

An der Gestaltung des Gottesdienstes waren außerdem der Reinheimer Pfarrer Hans-Georg Treblin sowie der neue Organist Lothar Werner beteiligt. Susanne Fitz, die von katholischer Seite im Leitungsteam der Notfallseelsorge ist, übernahm die Schriftlesung zum Gang Jesu über das Wasser.
NFS neuHPDie Notfallseelsorge Darmstadt-Dieburg ist ökumenisch ausgerichtet und beim Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald angesiedelt. Sie versteht sich als Erste Hilfe für die Seele, ist festes Glied in der Rettungskette und rund um die Uhr rufbereit.

Bild oben: Der evangelische Dekan Joachim Meyer (li.) und der katholische Dekan Christian Rauch bei der Beauftragung.
Bild Mitte: Eine gute Truppe: die im Gottesdienst anwesenden Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger mit dem Engel-Bild.
Bild unten: Die neue Beauftragten (v. li.): Margret Eckert, Kornelia Schuler, Petra Dotterweich, Volker Hombach
Text und Fotos: Silke Rummel