Ehrenamt mit Sinn

Neuer Ausbildungskurs für Ehrenamtliche in der Notfallseelsorge startet am 25. August
Ruff Kapraun HP2Ein Unglücksfall oder ein Suizid stellt das Leben der Betroffenen von einem Moment auf den anderen auf den Kopf. „Wenn ein Mensch am Abgrund steht, ist es gut, wenn ihm ein anderer Mensch zur Seite steht“, sagt der evangelische Pfarrer und Notfallseelsorger Heiko Ruff-Kapraun.

Es geht darum, nach einer Erschütterung nicht das Vertrauen in die Welt zu verlieren. Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger unterstützen Menschen in Notsituationen darin, sich an die eigenen sozialen Strukturen anzubinden. Insofern versteht sich Notfallseelsorge als Erste Hilfe für die Seele; sie will stabilisieren, orientieren und stützen.

Am 25. August beginnt ein neuer Ausbildungskurs für ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger. In 80 Unterrichtseinheiten erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie im Notfall gute Begleitung aussieht. In dem Kurs werden unter anderem Kenntnisse in Gesprächsführung, Psychotraumatologie, über den Umgang mit Schuld, die Zusammenarbeit mit der Rettungskette und interkulturelle Sichten vermittelt. Der Kurs endet am 7. November.

Die Ausbildung zum ehrenamtlichen Notfallseelsorger, zur ehrenamtlichen Notfallseelsorgerin eignet sich für Menschen, die Zeit haben für andere und Neues lernen möchten. „Es ist eine sinnvolle und spannende Aufgabe in einem guten Team“, sagt Heiko Ruff-Kapraun. Die Notfallseelsorge Darmstadt-Dieburg und Umgebung ist ökumenisch ausgerichtet und besteht aus rund 25 Mitarbeitenden. Sie ist festes Glied in der Rettungskette und rund um die Uhr rufbereit.

Informationen: Heiko Ruff-Kapraun, Pfarrer für Notfallseelsorge und Leiter der Notfallseelsorge Darmstadt-Dieburg, 0171 - 37 44 999, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: www.nfs-suedhessen.de.

Archivbild: Reinhard Vöker